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Lokalgeschichte neu entdecken ...

Aus Geschichte Spillern
...ist das Motto dieses Wikis mit dem der Verein Geschichte Spillern
einen digitalen Raum zur Dokumentation der Ortsgeschichte der Marktgemeinde Spillern im Bezirk Korneuburg gestaltet.

Aktuelles
23. März 2011  –  23. März 2026

Im März 2011 wurde der Grundstein für unseren Verein „Geschichte Spillern“ gelegt. Karl Sablik und Martin Senekowitsch setzten die Idee eines Vereins, der sich der Erforschung der Spillerner Geschichte widmet, in die Tat um.
15 Jahre später gilt noch immer das Sprichwort von Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – denn Geschichtsforschung ist ein lebendiger, nie abschließender Prozess. Doch auf diese 15 Jahre können wir durchaus mit Stolz zurückblicken: Vieles wurde entdeckt, erforscht und dokumentiert. Einen besondereren Meilenstein stellt die Chronik „SPILLERN Geschichte Wirtschaft Kultur“ dar. Sie ist ein zentrales Werk, das die Entwicklung unseres Ortes umfassend darstellt.
Die Inhalte dieses Werks und viele weitere Daten, über die der Verein verfügt, sollen in den kommenden Jahren schrittweise dauerhaft und frei zugänglich in diesem Wiki bereitgestellt werden. Den Auftakt bilden die Artikel:



Spillern, ca. 1935

quod non in actis non in mundo

Dieser lateinische Spruch bedeutet wörtlich übersetzt: "Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt" und stammt aus dem römisch-kanonischen bzw. gelehrten Prozessrecht.
Im Heiligen Römischen Reich und besonders in der Verwaltungsreformzeit unter Maria Theresia war dieser Spruch ein geflügeltes Wort in Verwaltung und Justiz. Er bringt den zentralen Gedanken zum Ausdruck: nur was schriftlich dokumentiert ist, gilt als existent oder rechtswirksam. Mit anderen Worten: Beweiskraft und Rechtsgültigkeit hingen vom schriftlichen Nachweis ab – mündliche Aussagen oder nicht dokumentierte Inhalte galten rechtlich nicht.

In der modernen Geschichtswissenschaft hat der Spruch eine ironische wie warnende Bedeutung: ohne schriftliche Quellen existieren Ereignisse, Personen oder Zustände nicht im Bewusstsein der Nachwelt. Die Geschichtsschreibung ist abhängig von Akten, Dokumenten, Urkunden, Fotos, also von dem, was aufgezeichnet wurde.
Nur was wir dokumentieren, erforschen und aufzeichnen, bleibt bestehen – alles andere geht verloren.
Daher ist das Ziel unserer Arbeit:

Die Geschichte von Spillern vor dem Vergessen bewahren